• In ihrem vorausschauenden Artikel (Periodontology 2000, Oktober 2003) schlussfolgerten die Professoren Hämmerle und Jung:

    „[...]um die klinische Handhabung zu vereinfachen, sollten neue Materialien auch eine Matrix mit optimalen Kapazitäten für das Einwachsen von Zellen und guten mechanischen Eigenschaften umfassen, die Raum für die Geweberegeneration schafft. Es sollten weder eine Membran noch spezifische Verfahren für die mechanische Fixierung notwendig sein[...]

    [...]die Verwendung synthetischer (alloplastischer) Materialien würde zu einer Reduktion operativer Risiken und zu einer geringeren Morbidität bei Augmentationsverfahren führen und somit einen wichtigen Schritt nach vorne bei der Vereinfachung der Knochenregenerationsverfahren bedeuten.“

    Mit GUIDOR easy-graft und seinen beeindruckenden technischen und Handhabungseigenschaften sind solch fortschrittliche Überlegungen Realität geworden.

    Der Unterschied von GUIDOR easy-graft

    1: Das GUIDOR easy-graft System besteht aus einer Spritze, die mit polymerbeschichtetem Granulat vorgefüllt ist (in der Grafik blau eingefärbt und im Raster-EM-Bild im folgenden Abschnitt „Porosität der Granula“ mit dem Buchstaben B markiert), und einer separaten Ampulle mit Polymer-Aktivator (BioLinker, in den Abbildung 1 als Punkte dargestellt).
    2:
    Nach Zugabe in die Spritze löst der BioLinker die Polymerbeschichtung an, wodurch eine „klebrige“ Oberfläche entsteht. Die GUIDOR easy-graft Granula haften dadurch aneinander, wenn sie verdichtet und geformt werden.
    3:
    Bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten (durch rosa Farbe gekennzeichnet) wird BioLinker aus dem Material ausgeschwemmt.
    4:
    GUIDOR easy-graft härtet innerhalb von Minuten und bildet ein stabiles poröses Gerüst aus miteinander verbundenen Granula, die sich in die Form des Defekts einpassen (siehe auch das REM-Bild unter „Makroporosität“ im folgenden Abschnitt).

     

    Porosität der Granula

    Osteokonduktive Knochenersatzmaterialien müssen die Defektstelle stabilisieren, ein Blutkoagulum unterstützen und Raum für die Knochenneubildung schaffen.

    Makroporosität

    Das nach der Applikation des GUIDOR easy-graft Materials gebildete stabile Gerüst stabilisiert die Defektstelle. Der Raum zwischen den nebeneinanderliegenden Granula unterstützt ein Blutkoagulum und lässt zudem Platz für neue Blutgefäße, die sich in der Folgezeit entwickeln.

    GUIDOR easy-graft: hohe Porosität (70 %) und offenes Porensystem

    Mikroporöse Calciumphosphate mit einer Porengröße zwischen 1 μm und 10 μm ergeben eine bessere Osteokonduktivität und Knochenneubildung im Vergleich zu Materialien ohne Mikroporen. Ein offenes Mikroporen-System ermöglicht eine optimale Flüssigkeitszirkulation.

    Mikroporosität

    Die stark ausgeprägte Mikroporosität von GUIDOR easy-graft ist gut im rasterelektronenmikroskopischen Bild erkennbar (A).

     

    BioLinker und PLGA-Resorption

    Der Resorptionsprozess von BioLinker und der PLGA-Polymerbeschichtung verläuft in zwei Phasen:

    Phase 1) Extraktion von BioLinker innerhalb weniger Stunden

    Über 90 % des BioLinker Aktivators wird innerhalb von drei Stunden aus dem Knochenersatzmaterial entfernt und innerhalb von 1–3 Tagen mit dem Urin ausgeschieden(1) (2).

    Phase 2) Resorption der PLGA-Polymerbeschichtung über einige Wochen

    Parallel zum Einheilungs- und Regenerationsprozess wird die PLGA-Beschichtung und adhäsive Verbindung zwischen den Granula nach und nach schwächer (in-vitro über drei bis sechs Wochen. Der Resorptionsprozess des PLGA wird durch eine hydrolytische Spaltung der Polymerketten gesteuert. Nach vollständigem Abbau werden Milchsäure und Glykolsäure gebildet. Beide Metaboliten sind harmlos, und sie werden in Form von Kohlendioxid und Wasser ausgeschieden.

     

    Literatur- und Quellenangaben:

    1. Akesson B, Carnerup M A and Jonsson B A: Evaluation of exposure biomarkers from percutaneous absorption of N-methyl-2-pyrrolidone. Scand J Work Environ Health (2004) 30(4): 306-12

    2. Bader M, Wrbitzky R, Blaszkewicz M, Schaper M and van Thriel C: Human volunteer study on the inhalational and dermal absorption of N-methyl-2-pyrrolidone (NMP) from the vapour phase. Arch Toxicol (2008) 82(1): 13-20

  • Über 90 % der befragten Zahnärzte gaben an, dass sie mit der Handhabung, Wundheilung und Knochenregeneration bei Verwendung von GUIDOR easy-graft „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ sind(1).


    Aufgrund der Modellierbarkeit und der in-situ-Härtung des mit der Spritze applizierten Materials schafft GUIDOR easy-graft ein perfektes analoges Gerüst innerhalb der Defektstelle. GUIDOR easy-graft erfordert in den meisten Fällen nicht den Einsatz einer Dentalmembran zur Stabilisierung (Informationen zu den spezifischen Indikationen – siehe Gebrauchsanweisung). Aufgrund dieser wesentlichen Eigenschaft eignet sich das Material ideal für minimalinvasive Verfahren, die Kieferkammerhaltung und Fälle von periimplantären Augmentationen, bei denen signifikante Defekte nicht identifiziert wurden.

    Die zusätzliche Applikation des in-situ härtenden und modellierbaren Materials kann in Kombination mit einem anderen Knochenersatzmaterial oder mit Membranen bei anspruchsvollen Sinuslift-Verfahren und Kammaugmentationen ein sinnvolles Hilfsmittel sein.

     

    Vorbereitung von GUIDOR easy-graft am Behandlungsstuhl

     

    Klinische Applikation von GUIDOR easy-graft

    Video eines Fallbeispiels von Dr. Leventis (Universität Athen, Griechenland, und Privatpraxis in London, England)

     

    Quellenangabe:

    1.GUIDOR easy-graft - Befragung zur Kundenzufriedenheit (148 Teilnehmer), Februar 2014

  • Extraktions-alveole

    Periimplantäre Defekte

    Sinuslift

    Zystische Läsionen

    Parodontale Läsionen

    Sehen Sie sich online unsere Behandlungsprotokolle und klinischen Fallbeispiele an:

    Kieferkammerhaltung

    Erhalt des Alveolarkamms nach Extraktion, wissenschaftlicher Hintergrund, minimalinvasive Behandlungsprotokolle und Expertenberichte zur Anwendung alloplastischer Biomaterialien.

    Periimplantäre Augmentation

    Periimplantäre Knochenregeneration bei Sofortimplantation und verzögerter Sofortimplantation. Wissenschaftlicher Hintergrund, Behandlungs- und Fallberichte von Experten zur Anwendung alloplastischer Biomaterialien

    Sinusbodenelevation

    GBR Indikationsleitfaden - Wissenschaftliche Evidenz, Entscheidungsbaum, Behandlungsempfehlungen und Fallberichte zur Anwendung alloplastischer Biomaterialien

     

    Hinweis: Bitte beachten Sie die jeweilige Gebrauchsanweisung hinsichtlich weiterer Indikationen, Vorsichtsmaßnahmen und möglicher Nebenwirkungen.

  • Jedes GUIDOR easy-graft System besteht aus einer gefüllten Spritze mit beschichteten Granula und einer Ampulle des BioLinker Aktivators.

    Zwei Resorptionsprofile zur Auswahl

    GUIDOR easy-graft CLASSIC
    (vollständig resorbierbar)

    GUIDOR easy-graft CRYSTAL
    (teilweise resorbierbar)

     

    Produkt GUIDOR easy-graft CLASSIC
    Material Phasenreines ß-Tricalciumphosphat (> 99 %)
    Verkaufseinheiten 3 x 0.15 ml 3 x 0.25 ml 3 x 0.4 ml
    Partikelgröße 500 – 630 µm 500 – 1000 µm
    Gebrauchsanweisung Gebrauchsanweisung herunterladen (außerhalb USA)
    Gebrauchsanweisung herunterladen (USA & restl. Amerika)
    Produkt GUIDOR easy-graft CRYSTAL
    Material Biphasisches Calciumphosphat (60 % Hydroxylapatit und 40 % ß-TCP)
    Verkaufseinheiten 3 x 0.15 ml 3 x 0.25 ml 3 x 0.4 ml
    Partikelgröße 450 – 630 µm 450 – 1000 µm
    Gebrauchsanweisung Gebrauchsanweisung herunterladen (außerhalb USA)


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