GUIDOR easy-graft

 

Welche Ausgangsmaterialien werden bei der Herstellung der GUIDOR easy-graft Produkte verwendet?
Bei den GUIDOR easy-graft Produkten handelt es sich um synthetische Materialien, die aus mineralischen Rohstoffen hergestellt werden. Sie enthalten keinerlei Substanzen tierischen oder humanen Ursprungs.
 
Worin besteht der Unterschied zwischen GUIDOR easy-graft CLASSIC und GUIDOR easy-graft CRYSTAL+?
GUIDOR easy-graft CLASSIC enthält phasenreines ß-Tricalciumphosphat (ß-TCP) und ist vollständig resorbierbar. GUIDOR easy-graft CRYSTAL+ dagegen enthält biphasisches Calciumphosphat (aus 60 % Hydroxylapatit und 40 % ß-TCP). Es ist nur zum Teil resorbierbar; das Hydroxylapatit verbleibt eingebettet in dem neu gebildeten Knochen.
 
GUIDOR easy-graft CLASSIC und GUIDOR easy-graft CRYSTAL+ ;  wie entscheide ich, welches Material in einem spezifischen Fall geeignet ist?
Die Auswahl des Materials ist Bestandteil der chirurgischen Planung und erfolgt nach der Präferenz des Zahnarztes. Siehe auch Zeitplanung/Stadieneinteilung der Implantation.
 
Sind in GUIDOR easy-graft CRYSTAL+ zwei Typen von Granula (aus HA bzw. aus ß-TCP) enthalten?
Nein. Jedes einzelne Körnchen des Granulats besteht aus einer Verbindung aus 60 % Hydroxylapatit und 40 % ß-TCP.
 
Wie sollte das GUIDOR easy-graft Material verdichtet werden?
Erfahrene Anwender von GUIDOR easy-graft benutzen verschiedene Hilfsinstrumente wie z. B. abgeflachte Stopfer oder den Kolben der GUIDOR easy-graft Applikatorspritze. Über größere Flächen kann das Material gleichmäßig verdichtet werden, indem man es mit einem Stück Gaze (angefeuchtet mit physiologischer Kochsalzlösung) für 10–30 Sekunden mit dem Finger herunterdrückt.
 
Können die GUIDOR easy-graft Produkte in Kombination mit Dentalmembranen verwendet werden?
Ja, das liegt im Ermessen des Zahnarztes.
 
Wann wäre der Gebrauch einer Membran zu empfehlen?
Die GUIDOR easy-graft Produkte sind stabil und erfordern keine Membran zur Eingrenzung bei 3- oder 4-wandigen Defekten. Bei flachen (nicht konkaven Defekten mit limitiert verfügbaren Wänden) und Defekten von einer kritischen Größe kann eventuell die zusätzliche Stütze durch eine Barrieremembran erforderlich sein. Bei Stellen, an denen ein Mukoperiostlappen von voller Schichtdicke abgeklappt wurde, kann der Einsatz einer Barrieremembran ebenfalls vorteilhaft sein, um das Eindringen von Weichgewebe zu verhindern. Die Entscheidung, eine Membran zu verwenden, ist Bestandteil der Therapieplanung und liegt in der Verantwortung des behandelnden Zahnarztes.

Haftet GUIDOR easy-graft an der Knochenoberfläche?
Nein. Die GUIDOR easy-graft Produkte haften nicht an Gewebe und enthalten auch keine Haftmittel. Die Granula haften wegen ihrer Beschichtung mit PLGA aneinander („klebriges Granulat“) und bilden eine modellierbare Masse.
 
Sind die GUIDOR easy-graft Materialien röntgendicht?
Ja, GUIDOR easy-graft CLASSIC und GUIDOR easy-graft CRYSTAL+ sind beide undurchlässig für Röntgenstrahlen.
 
Wie lange sollten die GUIDOR easy-graft  Granula mit dem BioLinker in der Spritze in Kontakt sein?
Die Granula müssen vollständig mit dem BioLinker benetzt sein. Eine vollständige Benetzung lässt sich erreichen, indem man den Kolben und den Stopfen 1- bis 3-mal in der Spritze hin- und herbewegt. Typischerweise dauert dieser Mischvorgang etwa 20–40 Sekunden.
 
Sollten Defekte überfüllt werden?
Nein, das Material quillt nach der Applikation etwas auf. Daher ist ein Überfüllen nicht zu empfehlen.
 
Sollte das Material in der Defektstelle verdichtet werden?
Die GUIDOR easy-graft Produkte sollten gut in der Defektstelle verdichtet werden, bevor das Material härtet. Die Granula halten der Kompression stand; daher entstehen keine Fragmente zerbrochener Granula.
 

GUIDOR calc-i-oss

 

Welche Ausgangsmaterialien werden bei der Herstellung der GUIDOR calc-i-oss Produkte verwendet?
Bei den GUIDOR calc-i-oss Produkten handelt es sich um synthetische Materialien, die aus mineralischen Rohstoffen hergestellt werden. Sie enthalten keinerlei Substanzen tierischen oder humanen Ursprungs.

 

Worin besteht der Unterschied zwischen GUIDOR calc-i-oss CLASSIC und GUIDOR calc-i-oss CRYSTAL?
calc-i-oss CLASSIC enthält phasenreines ß-Tricalciumphosphat (ß-TCP) und wird über einen Zeitraum von 5–15 Monaten resorbiert. calc-i-oss CRYSTAL dagegen enthält biphasisches Calciumphosphat (aus 60 % Hydroxylapatit und 40 % ß-TCP). Es ist nur zum Teil resorbierbar; das Hydroxylapatit verbleibt eingebettet in dem neu gebildeten Knochen.

 

Sind in GUIDOR calc-i-oss CRYSTAL zwei Typen von Granula (aus HA bzw. aus ß-TCP) enthalten?
Nein. Jedes einzelne Körnchen des Granulats besteht aus einer Verbindung aus 60 % Hydroxylapatit und 40 % ß-TCP.

 

GUIDOR perio-implant diagnostic test

 

Wie schicke ich die Proben ein?
Füllen Sie das Auftragsformular aus, das mit dem Kit geliefert wird, und geben Sie die Proben zusammen mit dem Auftragsformular in den ebenfalls mitgelieferten Freiumschlag, auf dem bereits die Adresse aufgedruckt ist. Versenden Sie den Umschlag noch am selben Tag der Probennahme.

 

Welche Art von Analyse wird im Labor durchgeführt?
Die Probe wird mittels Real-Time-PCR – der Polymerase-Kettenreaktion, einer in-vitro-Methode zur gezielten DNA-Vermehrung – analysiert. Sie ermöglicht die quantitative Messung der Bakterien und die Bestimmung der bakteriellen Gesamtkeimzahl. Der Real-Time-PCR-Test identifiziert und quantifiziert die wichtigsten knochenschädigenden Erreger und den Pilz C. albicans.

 

Wie lange müssen die Papierspitzen in der Zahnfleischtasche bleiben?
Jeder Papierkonus sollte ungefähr 10 Sekunden in der Zahnfleischtasche bleiben und dann in das mitgelieferte Teströhrchen gesteckt werden.

 

Warum sind die Befundberichte farbcodiert?
Nach Socransky wird die subgingivale Flora in verschiedene assoziierte Komplexe klassifiziert, von denen jeder durch eine unterschiedliche Farbe gekennzeichnet wird und so das jeweilige pathogene Potenzial und die erforderliche spezifische Antibiotikatherapie anzeigt.

 

Warum könnte ein Test notwendig sein?
Um den Parodontalstatus vor der Implantatinsertion genauer zu bestimmen, insbesondere wenn bei dem Patienten zuvor eine parodontale Erkrankung bereits diagnostiziert (und dementsprechend behandelt) wurde. Um den Parodontalstatus nach einer Parodontalbehandlung oder auch nach einer Implantatinsertion zu bestimmen; auch im Rahmen des Pflegeprogramms, um möglichst frühzeitig die Diagnose einer potenziellen Entzündung im Bereich der Zähne oder Implantate stellen zu können. Um die Diagnose einiger bestimmter parodontaler Erkrankungen zu unterstützen, die eventuell trotz Behandlung persistieren können.

 

Warum wird bei der Analyse auch auf Candida albicans getestet?
Zusätzlich zu den pathogenen Bakterien ist auch der Pilz C. albicans in der Lage, die Zahnfleischtaschen bei Patienten mit einer chronischen Parodontitis zu besiedeln: Er wurde sowohl in der Subgingivalflora gesunder Personen als auch bei Patienten mit aggressiver Parodontitis identifiziert (Urzúa B et al. 2008).(3) Der Pilz konnte bei 7,1 % bis 19,6 % der Patienten mit chronischer Parodontitis aus den Zahnfleischtaschen gewonnen werden (Sardi JC et al. 2010).

 

Wieso wird für Zahnfleischtaschen und Periimplantitis derselbe Test verwendet?
Entzündliche Erkrankungen wie die Parodontitis und Periimplantitis werden durch eine ähnliche Gruppe parodontaler Krankheitserreger verursacht, wobei der Grad des pathogenen Potenzials unterschiedlich ist. Diese Mikroorganismen besiedeln die Zahnfleischtaschen und verursachen eine Entzündung der gingivalen Gewebe und den progressiven Knochenverlust. Nicht allen parodontalen Erregern kommt dabei jedoch dieselbe Bedeutung zu: Eine parodontale Erkrankung und Komplikationen mit dem Implantat sind nur mit bestimmten identifizierten Mikroorganismen assoziiert.